Kommentare
Die T�cken der Hotel-PR
Wer bekannt sein will wie Paris Hilton mu� auch mit R�ckschl�gen rechnen. Paris ist out, Hilton�s Aktie dagegen ist in. Im Fall von Heiligendamm verh�lt es sich ganz anders. Der G8-Gipfel machte den Tagungsort an der Ostsee und das Kempinski Grand Hotel durchaus bekannt � doch die Frage der Verwertbarkeit stellt sich: Ist das politische Gipfeltreffen positiv f�r das Hotelimage zu verarbeiten? Erreicht man mit der Botschaft �Fr�heres G8-Hotel� die ad�quaten Zielgruppen? Beim Tagungshotel vom G8-Gipfel 2005, das Leading Hotel Gleneagles in Schottland, verzichtet man wohlweislich auf ein proaktives Marketing � denn die damalige Konferenz ging aufgrund der gewaltt�tigen Protest als die �Battles of Gleneagles� in die britischen Medienarchive ein. GM Martin Kolb mu� an vielen Fronten k�mpfen. Auf dem in den ersten vier Jahren wirtschaftlich nicht erfolgreichen Haus lasten gewaltige Erwartungen � vom Managementbetreiber Kempinski (Gewinn einfahren), vom Fondsinitiator Fundus (Rendite erreichen) und von den Anlegern (Rendite herausholen). Das Hotel (drei Direktoren in vier Jahren, Auslastung von zeitweise knapp �ber 40 Prozent, Finanzierungsloch im Fonds f�r weiteren Ausbau) stand bisher unter keinem guten Stern und wird wohl in absehbarer Zeit nicht das �erfolgreichste Hotel in Deutschland� (Zitat: Anno August Jagdfeld, Chef von Fundus Fonds) sein. Die Buchungslage f�r den Sommer habe sich zwar verbessert, lie� Kolb verlauten, doch Rentabilit�t als oberstes Ziel ist noch in weiter Ferne. So stellt sich die dr�ngende Frage: H�lt Kempinski als Betreiber weiterhin durch? Ein Ausstieg w�rde die Hotelkette in ihrer internationalen Expansion (neue Projekte u.a. in Marokko, China, Indonesien, Thailand) kaum belasten. Im Gegenteil.
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
Beim Thema Rauchverbot scheiden sich die Geister.
Es gibt weder eine klare Mehrheit noch eine deutliche Minderheit f�r oder gegen ein Gastro-Rauchverbot, wie unsere Umfrage zeigt. Der Diskussionsbedarf ist nachwievor enorm. Auf eine simple Frage hin, die wir im Forum �Hotellerie� bei Xing.com stellten, gab es innerhalb von zwei Stunden weit �ber tausend Eintr�ge! Und gel�st ist immer noch nichts. Die Ministerpr�sidenten k�ndigen an, dementieren, �ndern, lavieren, taktieren. Die Branche ist zum Spielball abstrakter politischer Interessen geworden. Das ist einzigartig und nicht hinnehmbar. �ber die urspr�ngliche Dehoga-Vereinbarung zum freiwilligen Nichtraucherschutz hinaus, m�ssen nun Fakten geschaffen werden. Hoteliers und Gastronomen sollten ihre F&B-Konzepte ab�ndern auf die Bed�rfnisse von Nichtraucher und auch von Rauchern. Bis zu einem gesetzlichen Rauchverbot � die erste L�nderregelung ist nicht wirklich vor dem Herbst oder gar Jahresende zu erwarten � k�nnen zum Beispiel tempor�re Rauchverbote einiges bewirken. Erziehen Sie Ihre G�ste, indem Sie nun agieren. Das PR-Konzept des Musikkanals gastromusik.de hilft dabei � f�r einen geringen Aufwand sind dort Tischkarten und T�rschilder zu bestellen. Das ist echter Nutzwert: Mehr Infos unter www.pro-gastro.info.
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
Chance gegen Rauchgegner?
Welcher Typ sind Sie? Ist ein Glas "halbleer"
oder "halb voll"? Neigen Sie zu Pessimismus oder glauben
Sie unerschütterlich daran, dass alles gut wird? Das ist aktuell die
Gretchenfrage im Ringen um das Rauchverbot in der Gastronomie. Die ersten
geben den Kampf geschlagen, verweisen auf die Sympathien des Gesundheitsministers
Seehofers und der Bundeskanzlerin für ein Qualmverbot in Deutschlands
Kneipen, Bars und Restaurants. Für die ist das Glas (längst) halb
leer. Und noch viele, die Führungsspitze des Dehoga-Bundesverbandes eingschlossen,
glauben an die Überzeugungskraft der Frewilligkeitsregelung, nach
der ein gesetzliches Verbot umschifft werden könnte. Indes, die Kassandra-Rufer
mehren sich und die Phalanx der Gegner wächst. Im Interesse aller sollten
wir uns jetzt erst recht entschlossen gegen dieses wirtschaftsfeindliche
Vorhaben stemmen.
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
Die Branchenkommunikation ist online
So einfach l�sst es sich auf den Punkt bringen. Auch die
Marketingentscheider der Zulieferbetriebe haben den Megatrend der
Business-to-Business-Kommunikation erkannt und investieren in bessere
Internetpr�sentationen, E-Mail-Newsletter und andere Direct-Mailing-Varianten.
Dies geht aus einer Umfrage dieser Fachzeitung unter den Media-Verantwortlichen
der Zulieferfirmen hervor. Wichtigste Werbeform ist derzeit der Eintrag auf
Branchen-Marktpl�tzen wie gastro.de (klar auf Platz 1), hotelido.biz,
gastronomie.de, torrero.de und lieferanten-index.de. Noch etwas ist �beraus
interessant: Die klassische Printanzeige wird zwar von 81 Prozent der befragten
Unternehmen eingesetzt, aber mindestens ebenso viele Unternehmen setzen auch
auf Onlinebanner/Webpr�sentationen und E-Mail-Newsletter.
Der Trend wird sich noch verst�rken. Diese digitale Fachzeitschrift
und das Onlineportal geh�ren schon heute, rund zwei Jahre nach der Gr�ndung,
zu den Top-5-Webplattformen der Branche, auch nach Meinung der befragten Marketingexperten.
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
PS: Die Ergebnisse der Mediabefragung werden in der Marketingbrosch�re
�e-hotelier 2006�, die wir Ihnen
auf Anfrage (c.hennig@hottelling.de) zusenden, ver�ffentlicht.
Erschienen in Februar 2006
Ausl�ndische Investoren kaufen gern Hotels
in Deutschland
Aber nur Bestandsh�user im gehobenen Vier-Sterne- und F�nf-Sterne-Standard.
Die institutionellen Investoren wissen, dass sie bald nicht mehr so billig zuschlagen k�nnen.
Jetzt die schlechte Nachricht: Die deutsche Hotellerie ist offenbar nicht mehr kreditw�rdig.
Mittelst�ndische Unternehmen bekommen schon seit einiger Zeit keine Bankfinanzierung mehr,
selbst bei 40 Prozent Eigenkapital und das nicht erst seit Basel II. In der Tat sind auch
hotelaffine Finanztempel wie die Aareal Bank oder AHBR f�r kleine und mittelst�ndische Hoteliers
verschlossen. Die W�chter der Tresore haben mit starken Wertabschl�gen ihres Immobilienbesitzes
zu k�mpfen. Da gilt die Hotellerie nicht gerade als goldener Wirtschaftszweig, zumal
Branchenprimus Accor auch mit ganz mageren Zuw�chsen und hohen Verlusten bei Dorint zu
k�mpfen hat. Die Stimmung wird einfach nicht besser. Ein Lichtblick dagegen ist die
Wertbest�ndigkeit gro�er Hotelimmobilien in den geschlossenen Fonds, etwa der Deutschen
Bank Real Estate. Denn: Es waren die B�rogeb�ude, die stark abgewertet werden mussten.
Die Hotels dagegen sind (noch) ein Pfeiler in den Brandung. M�ge es so bleiben.
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
Erschienen in Ausgabe Dezember 2005
/ Januar 2006
Es wird gelogen, bis sich die Balken biegen
Wir sind auf Erfolgskurs. Vor zwei Jahren wagten wir das Abenteuer, eine neue Fachzeitschrift zu gr�nden. Und heute stehen wir � endlich! � gut aufgestellt da: unter den Gesellschaftern ist ein potenter Verlagspartner, (den ich seit langer Zeit berate), unsere Onlinenutzungszahlen lassen sich gut mit denen etablierter Medien vergleichen, unsere Leserschaft/Abonnenten w�chst kontinuierlich. Und das wichtigste: �hottelling� ist ein guter Werbetr�ger geworden, das haben namhafte Kunden erkannt. Dies alles habe ich Ihnen als Leser, kritische Begleiter, und wohlwollende Berater zu verdanken. Deshalb geb�hrt Ihnen mein tiefer Dank! Nehmen Sie mir das Versprechen ab, die k�nftigen Vorhaben z�gig(er) und professionell umzusetzen: Relaunch der Onlineportale (hottelling.com, jobtelling.com), Start von Branchendatenbanken (u.a. f�r Hotelberater), Erweiterung der Zeitschriftenfamilie (�jobtelling�, �Book It Again�), Etablierung von Branchenservices (E-Procurement, Onlinekataloge) � und eigene Veranstaltungen wie die �Hospitality Branchentreffs, die wir ohne Frau Vaya Wieser-Weber nicht mit durchf�hren k�nnten.
Sie sehen, wir haben viel vor � mit Ihnen. Bleiben Sie uns gewogen!
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
Erschienen in Ausgabe November 2005
Ein Hotel mag keine Kinder mehr
Was Roland Ballner (38) aus seinem 76-Betten-Haus Hotel Cortisen am Wolfgangsee in �sterreich macht, ist seine Sache. Er schlie�t Kinder kategorisch aus und kann sich das offenbar leisten.
Sein Vier-Sterne-Hotel ist eben auf andere G�stegruppen spezialisiert.
Doch er bringt dies in die breite �ffentlichkeit und wundert
sich �ber den Sturm der Entr�stung und Kritik. Der Hotelier hat schlichtweg die falsche Botschaft an die falschen Adressaten gesandt.
F�r den familienorientierten Tourismus in Austria ist dies ein fatales Signal. Da hilft auch Zur�ckrudern nicht. Das Hotel Cortisen steht � noch � alleine da mit seinem Single-Chauvinismus. Und was ist,
wenn das Schule macht in den Alpen? Bei der wichtigsten Zielgruppe der
�sterreichischen Hotels, den Deutschen und ihren Familien, gewinnt man so
sicherlich keinen Blumentopf. Wer professionell arbeitet wei� um den Wert von Kinder- und Jugendmarketing. Es ist kein Geheimnis, dass man sich noch interessanter macht, wenn man in der Nebensaison Single- und Paar-Wochen (ergo: kinderfrei) einf�hrt, aber in der Hauptsaison familiengerechte Arrangements bietet.
Interessanter ist ein anderes Thema: Very Important Pets. Die VIP-Haustiere nehmen in f�hrenden Resorts eine besondere Stellung ein, ist doch deren Wohlergehen fast noch wichtiger als das der menschlichen Herren. Dar�ber nachzudenken d�rfte sich lohnen.
Herzlichst,
Ihr Carsten Hennig
(Chefredakteur)
Erschienen in Ausgabe Oktober 2005
Wie auch immer�
� die neue Regierung nach der Bundestagswahl vom 18. September zusammengesetzt sein wird, ich will, dass endlich wieder regiert wird.
Mit Perspektive, engagiert und f�r jedermann nachvollziehbar.
Ich habe genug von kleingeistigem Parteiengez�nk und Klein-Klein-Aktionismus. Politiker, die mit auf die Interessen ihrer jeweiligen Klientel fixiertem
Tunnelblick durch Berlin gelaufen sind, haben schon genug Schaden angerichtet. Sie m�ssen endlich die Scheuklappen ablegen und ihren Blick auf die Probleme lenken,
die unser Land wirklich l�hmen.
Politik muss vorausschauen, muss Ziele bestimmen und Wege aufzeigen, auf denen diese Ziele erreicht werden k�nnen. Gehen m�ssen wir auf diesen Wegen dann alle selber. Dazu brauchen wir Selbstbewusstsein und Vertrauen. Vertrauen in die Sinnhaftigkeit der Ziele und in unsere F�higkeit, sie erreichen zu k�nnen, auch wenn der Weg uns manche Anstrengung abverlangen wird. Verzagtheit und Flickschusterei haben uns in den letzten 23 Jahren jedenfalls nicht
weitergebracht.
Niemand erwartet, dass nach dem 18. September Geschenke verteilt werden, schlie�lich glaubt auch niemand wirklich an den Weihnachtsmann. Niemand erwartet eine �Blut, Schwei� und Tr�nen Rede� wie Winston Churchill sie einst hielt und Helmut Kohl sie angesichts der fallenden Mauer h�tte halten m�ssen. Aber das kommende Regierungsprogramm wird sich genau daran orientieren m�ssen, wenn es glaubw�rdig sein soll und alle B�rger motivieren will. Ich w�nsche der kommenden Regierung dazu die Weitsicht und den n�tigen Mut. Sie wird beides dringend brauchen.
Ihr Thomas Paul Haj (Redakteur)
Erschienen in Ausgabe September 2005




